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Inklusion im europäischen Vergleich

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05. Apr 2013

Auf dem Weg zum Europakolleg nahm im März erstmals eine Delegation des Berufskollegs an einer Studienwoche in Budapest teil. Organisiert von der deutschen Bundesarbeitsgemeinschaft Heilerziehungspflege und der ungarischen Hand-in-Hand-foundation tauschten sich ca. 50 Teilnehmende aus.

Inklusion im europäischen Vergleich
Inklusion im europäischen Vergleich
© Lebenshilfe NRW

Von Carina Deuster

Auf dem Weg zum Europakolleg nahm im März erstmals eine Delegation des Alexandra-Klausa-Berufskollegs an einer Studienwoche in Budapest teil. Organisiert von der deutschen Bundesarbeitsgemeinschaft Heilerziehungspflege (ein Zusammenschluss aller Fachschulen) und der ungarischen Hand-in-Hand-foundation tauschten sich ca. 50 Teilnehmende (Studierende, Lehrkräfte, Menschen mit Behinderung und deren AssistentInnen) aus Ungarn, Österreich und verschiedenen deutschen Bundesländern zum Thema Inklusion aus. Gemäß den Lernvereinbarungen wurde dabei vielfach "Leichte Sprache" eingesetzt. 

Zunächst hatte jede Gruppe die Aufgabe, die verschiedenen Heimat-Kulturen vorzustellen. Im weiteren Verlauf erwartete die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm: an den Vormittagen stellten die anwesenden Menschen mit Behinderung ihre Lebenssituationen in Bezug auf Wohnen, Arbeit und Bildung vor. Besonders beeindruckend war für alle der Vortrag von Steven James, der nach einer mehrjährigen Tätigkeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung inzwischen im Lebenshilfe Center Siegen angestellt ist. In seinem PowerPoint-Vortrag, unterstützt vom mitgereisten Assistenten und langjährigen Lebenshilfe-Mitarbeiter Armin Herzberger, warb er auch für Bürgerschaftliches Engagement von Menschen mit Behinderung,- für viele Anwesenden scheinbar eine neue Idee der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Mit großem Interesse wurden auch Marcy’s selbst gedrehte Filme geschaut. Der ungarische Teilnehmer, der auf den ersten Blick stark beeinträchtigt wirkte, beeindruckte viele Teilnehmende mit seinen kreativen Präsentationen.

An einem weiteren Vormittag wurde das Hotel in einen Sensitivity-Parcours verwandelt: Einheimische mit unterschiedlichsten Behinderungen organisierten Spielstationen, in denen die bunt gemischten Teams sich in verschiedenen behinderungsspezifischen Aktivitäten erproben konnten und Punkte sammelten. So spielte man Sitz-Volleyball, ertastete sich durch einen kleinen Tagungsraum blind, malte ein Bild, ohne die Hände zu benutzen und löste alltägliche Aufgaben im Rollstuhl sitzend etc. An den Nachmittagen fand das Programm dann an verschiedenen Orten in Budapest statt. Eine „alternative“ Stadtführung, Besuche in lokalen Einrichtungen der Behindertenhilfe und auch ein freier Nachmittag standen auf dem Programm. Abends traf man sich in der Hotel-Lobby und tauschte sich in zunehmend gemischten Gruppierungen über die Erlebnisse des Tages und über die Unterschiede in den verschiedenen HEP-Ausbildungsgängen aus.

Der abschließende Reflexionstag war in unterschiedlichen Phasen und Gruppierungen gestaltet. Das Thema Inklusion wurde über verschiedenste Aktionen nochmals erlebbar gemacht. Zudem wurden die avisierten Lernziele überprüft. Ein Highlight war für den letzten Tagungs-Abend reserviert: das gemeinsame Abendessen auf einem Schiff mit anschließender Donau-Rundfahrt durch das abendlich beleuchtete Budapest.

Während sich die Menschen mit Behinderung, deren BegleiterInnen und die Lehrkräfte samstags auf den Heimweg machten, reisten die Studierenden weiter zu ihren Praktikumsorten. Die Hürther HEP-Studierenden Maria Kilian, Anne Schramm und Vanessa Fischer haben zwei weitere Wochen am Budapester Stadtrand verbracht, um in einer größeren Einrichtung die ungarische Eingliederungshilfe im Rahmen eines Praktikums kennen zu lernen. Auf ihren Bericht sind nun alle gespannt.

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