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Erstmals Selbstvertreterin im Landesvorstand

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Am Rednerpult Landesvorsitzender Prof. Dr. Gerd Ascheid. Sitzend von rechts Dr. Sandra Thiedig, Monika Spona-L'herminez, Eva Lux, Jürgen Gräf, Doris Langenkamp. Georg Droste unterhält sich mit Landesgeschäftsführerin Bärbel Brüning.
© Manfred Voogd

Während die Mitglieder des Landesvorstands bisher vor allem aus dem Kreis der Eltern und Angehörigen von Menschen mit geistiger Behinderung kamen, wählten die Delegierten der 75 Orts- und Kreisvereinigungen der nordrhein-westfälischen Lebenshilfen erstmals eine Selbstvertreterin in den Vorstand des Landesverbandes. Monika Spona-L‘herminez (Lebenshilfe Kreis Viersen) wird innerhalb des Vorstandes der Lebenshilfe NRW nun insbesondere ihre Erfahrungen als Mensch mit Behinderung einbringen. Sie engagiert sich schon lange im Lebenshilfe Rat NRW als Interessensvertreterin für Menschen mit Behinderung.

Wiedergewählt wurde Landesvorsitzender Prof. Dr. Gerd Ascheid (Lebenshilfe Aachen), der seit 2018 Landesvorsitzender ist. Neue stellvertretende Landesvorsitzende wurden Georg Droste (Lebenshilfe Lübbecke) und die Landtagsabgeordnete Eva Lux (Lebenshilfe Leverkusen). Die bisherige stellvertretende Landesvorsitzende Dr. Sandra Thiedig (Lebenshilfe Minden) bleibt Vorstandsmitglied, gemeinsam mit Jürgen Graef (Lebenshilfe Bergisches Land), Doris Langenkamp (Lebenshilfe Münster) und Monika Spona-L’Herminez.

Zur Einstimmung hatte der Landesverband Prof. Dr. Udo Seelmeyer von der Fachhochschule Bielefeld eingeladen, der über „Mehr Teilhabe durch Digitalisierung?!?“ sprach und darin aufzeigte, welche Chancen die Digitalisierung schon jetzt für Menschen mit Beeinträchtigung bringt. Eine Schlussfolgerung Seelmeyers war, dass die Politik das Recht auf digitale Teilhabe umfassend verankern und eine Anpassung der Finanzierungssysteme für Assistenztechnologie vornehmen muss. An die Menschen in der praktischen Arbeit appellierte er, offen für kreative digitale Technologien zu sein, sowie Beratungs- und Bildungsangebote hierfür zu schaffen.

Keine Förderung von kognitiver Barrierefreiheit

Seine Erfahrungen aus der Praxis in Bezug auf Barrierefreiheit für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen schilderte Michael Behrendt, Geschäftsführer der Lebenshilfe Kreis Viersen. Er baue derzeit ein Wohnangebot im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus für Menschen mit Behinderung. Hier habe man darauf geachtet, dass vieles im Rahmen von Smart Home geplant sei, um eine möglichst große Selbstständigkeit der Menschen mit Behinderung zu ermöglichen. „Im sozialen Wohnungsbau wird alles Mögliche im Bereich der körperlichen Barrierefreiheit gefördert.“ Wenn es aber um die Barrierefreiheit für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen geht, bekomme man keine Förderung. „Das ist ein Skandal!“, so Behrendt.

Die Landesdelegiertenversammlung und die Neuwahl des Landesvorstandes erfolgten aufgrund der Covid19-Pandemie ein Jahr später als vorgesehen und mit 3G-Regel, da eine Delegiertenversammlung 2020 nicht durchführbar war. „Wir haben auf die Impfungen gehofft“, sagte Landesvorsitzender Ascheid, der sich über die zahlreichen anwesenden Delegierten freute. Erstmals wurde die Delegiertenversammlung auch als Stream angeboten.

In den Landesbeirat wählten die Delegierten mit Max Haberland (Lebenshilfe Aachen) ebenfalls einen Menschen mit Behinderung in das wichtige Gremium. Außerdem wurden die Delegierten Adelheid Ackermann (Lebenshilfe Gelderland), Hermann Hibbeler (Lebenshilfe Detmold), Karl Heinz Hoffmann (Lebenshilfe Krefeld), Willi Köster (Lebenshilfe Oberhausen), Johannes Kuhlmann (Lebenshilfe Borken und Umgebung) und Manfred Voogd (Lebenshilfe Leverkusen) gewählt.

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