E-Mail
E-Mail

Möchten Sie uns schreiben?

Telefon
Telefon

Möchten Sie mit uns sprechen?
02233 93245-0

Digitale Bildung als Schlüssel zur Teilhabe

Vorlesen

Lebenshilfe-5D4-1-F5A5842
Lebenshilfe-5D4-1-F5A5842
Ein Mann mit Down Syndrom sitzt vor einem Laptop und arbeitet an diesem. Unterstützt wird er von einer Frau neben ihm. Beide sehen zufrieden aus.
© David Maurer / Lebenshilfe

Anlässlich des Internationalen Tags der Bildung fordert die Lebenshilfe NRW e.V. Politik und Gesellschaft auf, die Rahmenbedingungen für digitale Bildungsangebote gezielt und inklusiv zu gestalten. Menschen mit Behinderung benötigen barrierefreie Zugänge zu Bildung und digitalen Technologien, um ihre Kompetenzen zu entfalten und ihre Selbstbestimmung zu stärken. Besonders für Menschen mit kognitiven Einschränkungen besteht erheblicher Handlungsbedarf.

Digitale Teilhabe für alle

„Bildungs- und KI-Angebote müssen so entwickelt werden, dass sie die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen berücksichtigen. Noch immer stoßen Betroffene auf hohe Barrieren“, sagt Landesvorsitzender Prof. Dr. Gerd Ascheid. Beispielhaft erschweren komplizierte, nicht barrierefreie Benutzerführung, fehlende Angebote in leichter Sprache sowie unzureichende technische Voraussetzungen den Zugang. Die Lebenshilfe NRW fordert daher verbindliche Standards und gezielte Fördermaßnahmen für die Entwicklung barrierefreier und verständlicher Bildungsangebote.

Künstliche Intelligenz als Wegbereiter für Barrierefreiheit und Autonomie

„KI-Technologien bieten große Chancen für mehr Selbstständigkeit und verbesserte Kommunikation für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Politik und Kostenträger müssen die KI-basierte Entwicklung inklusiver Anwendungen aktiv unterstützen“, fordert Ascheid. Nur mit passgenauen Assistenz- und Lernangeboten können Menschen mit Behinderung und insbesondere Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen zur eigenständigen Nutzung dieser Technologien befähigt werden.

Qualifizierung und individuelle Förderung

Deutschlandweit braucht es niedrigschwellige, barrierefreie Qualifizierungsangebote, die Menschen mit Behinderung einen sicheren Umgang mit digitalen Medien und KI ermöglichen. „Die Finanzierung dieser Maßnahmen dauerhaft muss sichergestellt werden, insbesondere für die Zielgruppe der Menschen mit Unterstützungsbedarf“, wünscht sich Ascheid.

Beteiligung als Schlüssel zur Verständlichkeit

Menschen mit Behinderung sollen nicht nur Nutzer:innen, sondern auch aktive Mitgestalter:innen bei der Entwicklung und Evaluation digitaler sowie KI-gestützter Systeme sein. „Ihre Expertise führt zu einfacheren und verständlicheren Lösungen, die der gesamten Gesellschaft zugutekommen werden“, betont Ascheid.

Die Lebenshilfe NRW e.V. appelliert an Politik, Kostenträger und Gesellschaft, die Anliegen und Bedarfe von Menschen mit Behinderung in der digitalen Bildungslandschaft aktiv zu berücksichtigen und nachhaltig zu fördern.

Datenschutzhinweis

Diese Webseite nutzt externe Komponenten wie ReadSpeaker und beUnity, welche dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Verhalten zu sammeln. Datenschutzinformationen

Notwendige Cookies werden immer geladen