Möglichkeitsdenker feiern gemeinsames Fest der Religionen

Zentrum für Inklusion Marienheide ist eröffnet.

„Wollen Sie nicht auch ein Möglichkeitsdenker werden?“, fragte Erika Schmidt Vorsitzende der Lebenshilfe Möglichkeitsdenker den Landesvorsitzenden der Lebenshilfe Uwe Schummer beim Fest der Möglichkeitsdenker im Waldhotel Marienheide. „Natürlich, wir sollten alle Möglichkeitsdenker sein. Es gibt zu viele Leute die sagen ‚Das geht nicht!‘“, antwortete Schummer. „Ich bin gerne dabei!“

Erika Schmidt begrüßt gemeinsam mit Uwe Schummer und Monika Oncken die Gäste.Bei der „Gemeinsamen Feier der Religionen“ der Lebenshilfe Möglichkeitsdenker zogen diese, gemeinsam mit rund 140 Gästen, eine Bilanz aus ihrer Arbeit des vergangenen Jahres. Sie haben sich in mehreren Kamingesprächen mit den unterschiedlichen Religionen beschäftigt und dabei festgestellt, dass es viele Gemeinsamkeiten zwischen Christentum, Judentum und dem Islam gibt. Dieses ehrenamtliche Engagement der Menschen mit geistiger Behinderung würdigte die stellvertretende Geschäftsführerin der Lebenshilfe NRW, Monika Oncken ausdrücklich. „Ich finde es super, dass Ihr anderen Menschen Mut macht.“ Gleichzeitig motivierte sie die Gäste der Lebenshilfe Lindlar und Rhein Wupper, ebenfalls eine Gruppe der Möglichkeitsdenker ins Leben zu rufen. Die beiden Vertreterinnen der Lebenshilfe Bundesvereinigung, Frau Haslberger und Frau Magiros würdigten das langjährige Engagement der Möglichkeitsdenker, in ihren Grußworten. „Grüße vom ganzen Bundesvorstand und allen voran von Ulla Schmidt, die ein großer Fan der Möglichkeitsdenker ist. Denn hier, in Ihrer Arbeit, sieht sie auf den Punkt gebracht, wofür die Lebenshilfe insgesamt steht: für Teilhabe und Solidarität - und nicht zuletzt für die Leidenschaft, mit der man für diese Ziele der Lebenshilfe arbeiten und streiten kann", sagte Haslberger.

Höhepunkt der Feier war die Aufführung der Ringparabel von Lessing in Leichter Sprache als inklusives Theaterstück durch die Möglichkeitsdenker. Nach einer kurzen Pause diskutierten dann die Referenten der Kamingespräche gemeinsam mit den Gästen im Saal über Religion. Müslime Aydogan erklärte beispielsweise, dass ihr Vorname ähnlich dem des christlichen Namens Christina sei, oder dass der Islam und das arabische Wort Islam denselben Wortstamm haben. „Die aktuellen Ereignisse machen mich traurig, aber eine gemeinsame Feier wie diese führten dazu, dass alles gut wird“, sagte sie mit Blick auf die Attentate von Paris.


Intensiv wurde auf dem Podium über Religion diskutiert.

Alon Sander betonte, er habe „Angst davor gehabt vor der Gruppe der Möglichkeitsdenker zu sprechen“, weil er in einfacher Sprache sprechen sollte. Doch letztendlich habe die Gruppe „sehr sehr gute Fragen gestellt“. Den Humanismus hatte Prof. Dr. Albrecht Rohrmann im Kamingespräch den Möglichkeitsdenker näher gebracht. Er betonte „alle Menschen sind gleich“ dies sei ein Menschenrecht. Gleichzeitig sorgen diese Menschenrechte, die über jeder Religion stehen, dafür, dass jeder seine Religion frei leben darf, so Rohrmann weiter. Hier schloss sich Pfarrer Friedemann Hillnhütter, an als er den Satz „Seid das Salz der Erde“ aus der Bibel zitierte. Er verglich die verschiedenen Religionen mit Gewürzen, die eine Suppe (Erde) erst schmackhaft machen. Würde aber nur das Gewürz Salz in großem Übermaß in diese Suppe kommen, würde sie nicht mehr schmecken.

Anschließend eröffnete Monika Oncken das Zentrum für Inklusion Marienheide, das künftig mit Menschen mit Behinderung als Experten einen gesellschaftlichen Anstoß geben und regionale Strukturen in Marienheide aufbauen soll. Diese Rahmenbedingungen, so das Ziel des Projektes, sollen Menschen mit Behinderung animieren, sich in ihren Quartieren stärker zu beteiligen.

Anschließend sorgte die Band Eygelb der Lebenshilfe Lüdenscheid für musikalische Unterhaltung beim gemeinsamen Abendessen.

Lesen Sie die Begrüßungsrede von Erika Schmidt.
Lesen Sie das Grußwort von Monika Haslberger, Vorstandsmitglied Lebenshilfe Bundesvereinigung.
Hören Sie sich die Aufführung der Ringparabel an.

 
 
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