Die Bundesregierung plant tiefgreifende Reformen in der Eingliederungshilfe – mit weitreichenden Folgen für Menschen mit Behinderung und ihre Familien. Die Lebenshilfe setzt mit der Kampagne „Teilhabe ist Menschenrecht" ein klares Zeichen und stellt ab sofort einen Musterbrief mit den acht Kernforderungen zur Verfügung – für alle, die sich aktiv einbringen möchten.
Die geplanten Reformen in der Eingliederungshilfe bedrohen das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe für tausende Menschen mit Behinderung in NRW. Leistungen, die ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen, könnten erheblich eingeschränkt werden. Für Betroffene und ihre Angehörigen bedeutet das: weniger Unterstützung, mehr Unsicherheit, weniger Lebensqualität.
Die Lebenshilfe NRW fordert deshalb: Keine Kürzungen auf dem Rücken von Menschen mit Behinderung.
Die Petition von Ulla Schmidt hat mit über 180.000 Unterschriften bundesweit ein starkes Signal gesetzt. Sie zeigt: Die Lebenshilfe ist eine starke Stimme – und sie wird in der Politik wahrgenommen.
Doch der Druck muss weitergehen. Gerade das Land Nordrhein-Westfalen ist in dieser Debatte ein wichtiger und einflussreicher Akteur. Als größter Flächenstaat Deutschlands und mit rund 17.000 Mitgliedern sowie rund 22.000 Mitarbeitenden in der Lebenshilfe NRW hat die Gemeinschaft das Gewicht, politisch etwas zu bewegen.
Vergangene Woche versammelten sich rund 100 Menschen zu einer Mahnwache vor dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) in Düsseldorf – ein sichtbares Zeichen, wie groß die Sorgen in der Bevölkerung sind.
Minister Laumann musste kurzfristig absagen, entsandte jedoch den Leiter für Soziales und Inklusion, Markus Leßmann, als seinen Vertreter. Gleichzeitig bot Minister Laumann ein persönliches Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Mahnwache an. Für die Lebenshilfe NRW wird Prof. Dr. Ascheid an diesem Termin teilnehmen.
Bereits vor zwei Wochen hatte Geschäftsführerin Brüning bei der Lebenshilfe Steinfurt die Gelegenheit, ausführlich mit Minister Laumann über die Positionen der Lebenshilfe zu sprechen.
Gespräche mit Politikerinnen und Politikern auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zeigen: Viele fachfremde Abgeordnete wissen nur wenig über die Eingliederungshilfe und die konkreten Auswirkungen der geplanten Reformen. Genau hier kann die Lebenshilfe NRW ansetzen.
Machen Sie die Politik in Ihrem Wahlkreis auf die Lage aufmerksam – ob im Bundestag, im Landtag NRW oder in den Landschaftsversammlungen.
Der Musterbrief der Lebenshilfe NRW fasst die acht Kernforderungen zur Reform der Eingliederungshilfe klar und verständlich zusammen. Er richtet sich an Abgeordnete in den Wahlkreisen und bietet darüber hinaus Raum für persönliche Erfahrungen und Sorgen.
Der Brief ist geeignet für:
Unseren Musterbrief können Sie auch direkt an Ihre zuständigen Abgeordneten mailen. Nutzen Sie dazu unsere Postleitzahlensuche im hellblauen Kasten.
Was ist Teilhabe?
Teilhabe bedeutet:
Menschen mit Behinderung können überall mitmachen.
Zum Beispiel beim Arbeiten.
Oder beim Wohnen.
Oder beim Einkaufen.
Oder beim Treffen mit Freunden.
Teilhabe ist ein Recht.
Dieses Recht steht im Gesetz.
Was plant die Bundes·regierung?
Die Bundes·regierung ist die Regierung in Deutschland.
Sie will ein wichtiges Gesetz ändern.
Das Gesetz heißt: Eingliederungs·hilfe.
Die Eingliederungs·hilfe hilft Menschen mit Behinderung.
Sie zahlt zum Beispiel für Unterstützung im Alltag.
Oder für Hilfe beim Wohnen.
Oder für Hilfe bei der Arbeit.
Die geplanten Änderungen sind gefährlich.
Denn viele Menschen könnten weniger Hilfe bekommen.
Das wäre schlimm für Menschen mit Behinderung.
Und für ihre Familien.
Was macht die Lebenshilfe NRW?
Die Lebenshilfe NRW kämpft für die Rechte
von Menschen mit Behinderung.
Die Lebenshilfe NRW sagt:
Keine Kürzungen bei der Hilfe für Menschen mit Behinderung!
Die Lebenshilfe hat eine Kampagne gestartet.
Die Kampagne heißt: „Teilhabe ist Menschenrecht".
Was ist eine Petition?
Eine Petition ist ein Brief an die Politik.
Viele Menschen unterschreiben diesen Brief.
Sie sagen damit: Das ist uns wichtig!
Ulla Schmidt hat eine Petition gemacht.
Über 181.000 Menschen haben unterschrieben.
Das ist sehr viel!
Die Politik hat das gehört.
Was war die Mahnwache?
Eine Mahnwache ist eine Versammlung.
Menschen stehen zusammen an einem Ort.
Sie zeigen: Das Thema ist uns wichtig!
Letzte Woche gab es eine Mahnwache in Düsseldorf.
Sie war vor dem Ministerium für Arbeit und Soziales.
Rund 100 Menschen waren dabei.
Das Ministerium ist die Behörde von Minister Laumann.
Minister Laumann konnte leider nicht kommen.
Er hat einen Vertreter geschickt.
Der Vertreter heißt Markus Leßmann.
Minister Laumann hat aber ein Gespräch angeboten.
Bei diesem Gespräch ist Prof. Dr. Ascheid dabei.
Er vertritt die Lebenshilfe NRW.
Was ist der Muster-Brief?
Die Lebenshilfe NRW hat einen Brief geschrieben.
Diesen Brief können Sie nutzen.
Der Brief erklärt:
Was die Lebenshilfe von der Politik fordert.
Es gibt 8 wichtige Forderungen.
Sie können dem Brief auch eigene Erfahrungen hinzufügen.
Zum Beispiel:
Was bedeutet die Eingliederungs·hilfe für Sie?
Was würde sich ändern, wenn die Hilfe weniger wird?
Den Brief schicken Sie an Politiker und Politikerinnen.
Zum Beispiel an die Person, die für Ihren Wohn·ort im Landtag sitzt.
Oder an jemanden im Bundes·tag.
Wer kann den Muster-Brief nutzen?
So können Sie mitmachen
Schritt 1:
Laden Sie den Muster-Brief herunter.
Schritt 2:
Schreiben Sie Ihre eigenen Erfahrungen in den Brief.
Schritt 3:
Schicken Sie den Brief an Politiker und Politikerinnen.
In Ihrem Wohn·ort.
Oder im Land·tag NRW.
Oder im Bundes·tag.
Schritt 4:
Geben Sie den Brief auch an andere weiter.
Zum Beispiel an Freunde oder Familie.
Warum ist das wichtig?
Die Lebenshilfe NRW hat viele Mitglieder.
Es sind rund 17.000 Mitglieder.
Und rund 22.000 Mitarbeitende.
Gemeinsam sind wir stark.
Gemeinsam können wir etwas verändern.
Schreiben Sie Ihren Abgeordneten zu den geplanten Reformen in der Eingliederungshilfe.
So funktioniert es:
Geben Sie Ihre Postleitzahl ein. Wir zeigen Ihnen Ihre zuständigen Abgeordneten im Bundestag (MdB), Landtag NRW (MdL), in der Landschaftsversammlung Rheinland (LVR) oder in der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe (LWL). Mit einem Klick auf „Anschreiben“ öffnet sich eine fertige Mustermail mit persönlicher Anrede in Ihrem E-Mail-Programm. Nehmen Sie gerne persönliche Ergänzungen an der vorgesehenen Stelle (eckige Klammern) vor.
Hinweis:
Die Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen hat einen Unvereinbarkeitsbeschluss gefasst. Deshalb werden in dieser Funktion keine Abgeordneten der AfD angezeigt.
Sie können auch eine E-Mail schreiben.
Das ist ganz einfach.
Geben Sie Ihre Post·leit·zahl ein.
Wir zeigen Ihnen dann:
Welche Politiker und Politikerinnen für Ihren
Wohn·ort zuständig sind.
Zum Beispiel:
jemand aus dem Bundes·tag
jemand aus dem Land·tag NRW
jemand aus dem Land·schafts·verband Rhein·land (LVR)
jemand aus dem Land·schafts·verband West·falen-Lippe (LWL)
Klicken Sie dann auf „An·schreiben".
Dann öffnet sich eine fertige E-Mail auf Ihrem Computer.
Die E-Mail hat schon einen Text drin.
Den Text hat die Lebenshilfe NRW geschrieben.
Sie können noch eigene Erfahrungen dazu·schreiben.
Dafür gibt es eine Stelle in der E-Mail.
Diese Stelle ist mit eckigen Klammern markiert. So: [...]
Dann schicken Sie die E-Mail ab.
Hin·weis:
Die Lebenshilfe NRW zeigt keine Abgeordneten der AfD an.
Das hat die Lebenshilfe NRW so beschlossen.
Für diese Postleitzahl wurden leider keine Abgeordneten gefunden.
Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen die Lebenshilfe NRW gerne zur Verfügung: