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Anlässlich des Welt-Autismus-Tages am 2. April 2024

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Bedürfnisse von Menschen mit Autismus werden zu wenig gesehen

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In Nordrhein-Westfalen gibt es nur wenige Wohnungen für Menschen mit Autismus. Und auch sonst fehlt es an vielen Stellen.
In Nordrhein-Westfalen gibt es nur wenige Wohnungen für Menschen mit Autismus. Und auch sonst fehlt es an vielen Stellen.
© Inzmam Khan
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Der Welt-Autismus-Tag ist eine Gelegenheit, das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Autismus zu schärfen und auf die Herausforderungen hinzuweisen, denen sie und ihre Familien täglich gegenüberstehen. Als Lebenshilfe NRW möchten wir auf einige dringende Anliegen aufmerksam machen:

1. Wohnsituation:

Die angespannte Wohnsituation für Menschen mit Autismus ist ein akutes Problem. Viele von ihnen haben Schwierigkeiten, geeignete Wohnplätze zu finden, die ihren individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Wir fordern eine verstärkte Investition in barrierefreie Wohnmöglichkeiten, die auf die spezifischen Anforderungen von Menschen mit Autismus zugeschnitten sind. Gesetzgeber und Kostenträger muss klar sein, es braucht gerade für diese Personengruppe echte personenzentriert und bedarfsgerechte Leistungsschlüssel, um ihren individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Hier müssen die Wohngruppenmodelle von acht oder sechs Personen überdacht werden, selbst in diesen Kleingruppen können Situationen entstehen, die gerne für alle Beteiligten zu vermeiden sind. Hier muss noch kleinteiliger gedacht werden.

Ebenso braucht es einen anderen Personalmix und bedarfsgerechte Stellenschlüssel in den Wohnangeboten für Menschen mit Autismus, die höher ausfallen müssen, um eine angemessene Begleitung gemäß den individuellen Bedürfnissen zu gewährleisten. Dazu gehören zwingend auch Psychologen oder Psychotherapeuten. Die Arbeit mit den Menschen mit Autismus ist für das Personal mit besonderen Herausforderungen verbunden. Dazu braucht es regelmäßige und gute Fortbildungen. Diese müssen ausreichend refinanziert werden – sowohl die Fort- und Weiterbildung selbst als auch das Personal, welches einspringen muss, wenn eine Fortbildung wahlgenommen wird. Nur mit gut und regelmäßig geschultem Personal ist die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention für Menschen mit Autismus gewährleistet.

2. Arbeiten

Werkstätten für Menschen mit Behinderung sind wichtige Orte der Teilhabe. Dennoch müssen wir anerkennen, dass nicht alle Menschen mit Autismus in Werkstätten optimal aufgehoben sind. Die Werkstätten in NRW benötigen bessere Möglichkeiten auf die Bedürfnisse der Menschen mit Autismus einzugehen, dazu zählen beispielsweise mehr reizarme Arbeitsplätze. Einige Menschen mit Autismus jedoch benötigen alternative Beschäftigungsmöglichkeiten, die besser zu ihren Fähigkeiten und Interessen passen. Wir fordern eine vielfältigere Palette von Arbeitsmöglichkeiten, um die individuellen Stärken und Talente der Betroffenen zu berücksichtigen.

3. Schulische Situation

Jugendliche und Kinder mit Autismus stehen vor besonderen Herausforderungen im schulischen Umfeld. Wir setzen uns für inklusive Bildung ein, die auf die unterschiedlichen Lernstile und Kommunikationsbedürfnisse von Schüler:innen mit Autismus eingeht. Lehrkräfte sollten speziell geschult werden, um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden. Schulen – ob Regelschule oder Förderschule – müssen bessere Rahmenbedingungen bekommen, um auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler:innen mit Autismus einzugehen und ihre Fähigkeiten zu fördern.

4. Nach dem 18. Lebensjahr

Die Unsicherheit, denen Eltern und Geschwister von Menschen mit Autismus und ihre erwachsenen Kinder nach dem 18. Lebensjahr ausgesetzt sind, ist 15 Jahre nach Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention nicht weiter hinnehmbar. Wenn bundesweit kaum ein Wohnplatz für erwachsene Menschen mit Autismus zu finden ist, läuft dramatisch etwas falsch. Der Übergang vom Jugendlichen hin in das System der Erwachsenen gestaltet sich mehr als schwierig. Dringen werden bessere Übergangslösungen benötigt. Wir fordern deshalb eine bessere Planung und Unterstützung für den Übergang ins Erwachsenenalter, um die Zukunft dieser jungen Menschen zu sichern und die enorme Ungewissheit der Angehörigen in diesen Situationen zu lindern.

Unsere Gesellschaft muss sich stärker für die individuellen Bedürfnisse von Menschen mit Autismus einsetzen. Gemeinsam können wir eine inklusive und unterstützende Umgebung schaffen, in der alle Menschen die Möglichkeit haben, ihr volles Potenzial zu entfalten.

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Was brauchen Menschen mit Autismus?

Der Welt-Autismus-Tag ist am 2. April 2024.
Die Lebenshilfe NRW zeigt, was Menschen mit Autismus fehlt.

1. Wie wohnen Menschen mit Autismus

Menschen mit Autismus finden keine Wohnung.
Es gibt nur wenige Wohnungen.
Die Wohnung muss barrierefrei sein.
Die Wohn-Gruppen haben 6 oder 8 Personen.
Das ist zu groß.
Es muss kleinere Wohn-Gruppen geben.

Menschen mit Autismus brauchen Begleitung.
Die Begleitung muss wissen:

  • Was braucht ein Mensch mit Autismus
  • Wie ist ein Mensch mit Autismus
Die Menschen, die helfen können, nennt man:
Psychologen und Psycho-Therapeuten.

Die Arbeit als Begleiter ist schwer.
Man braucht gute Fort-Bildung.
Und Weiter-Bildung.
Das muss bezahlt werden.
Nur mit gutem Personal kann man
Menschen mit Autismus gut helfen.

2. Arbeiten

Werkstätten für Menschen mit Behinderung
sind wichtige Orte von der Teilhabe.
Menschen mit Autismus können nicht
immer
in Werkstätten arbeiten.
Die Arbeitsplätze müssen reizarm sein.
Das gibt es oft nicht.

Menschen mit Autismus haben oft
besondere Interessen.
Sie können besondere Dinge richtig gut.
Es muss mehr Arbeitsplätze für
Menschen mit Autismus geben.
In den Werkstätten für
Menschen mit Behinderung.
Und auf dem 1. Arbeitsmarkt.

3. Schule

Jugendliche und Kinder mit Autismus brauchen inklusive Bildung.
Die Schule muss diese Kinder unterschiedlich unterrichten.
Die Lehrer brauchen eine sehr gute Schulung.
Ob Regelschule oder Förderschule.
Die Bedingungen in der Schule
müssen anders sein.
Dann können Jugendliche und Kinder
mit Autismus gut gefördert werden.

4. Nach dem 18. Lebensjahr

Was passiert nach dem 18. Lebensjahr?
Die Kinder sind erwachsen.
Es gibt nur wenig Wohnungen
für erwachsene Menschen mit Autismus.
Vom Jugendlichen zum Erwachsenen
gibt es viele Probleme.
Die Familien haben wenig Hilfen.
Die Zukunft für die jungen Menschen
mit Autismus ist nicht gut zu planen.
Wir alle müssen uns stärker für
Menschen mit Autismus einsetzen.

Wir müssen fragen:

  • Was ist Autismus?
  • Was braucht ein Mensch mit Autismus?
  • Wo können wir helfen?
  • Was können wir besser machen?

Wir müssen eine inklusive Umgebung haben.
Alle Menschen müssen die Möglichkeit haben
sich zu zeigen.
Ihr Können ist wichtig für unsere Gesellschaft.
So können sie ein gutes Leben führen.

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