Caritas und Lebenshilfe NRW beraten unabhängig

Netzwerk betreibt seit dem 1. Juni 2016 ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EuTB)

v.l. Peter Fuhrmann (Vorsitzender Caritas Meschede), Nadine Gebauer (Caritas Brilon), Angela Danne-Rasche (Caritas Meschede, Caritas Arnsberg-Sundern), Christian Stockmann (Vorsitzender Caritas Arnsberg-Sundern), Jakob Ostermann, Britta Grammel (beide Lebenshilfe NRW)

Ein trägerübergreifendes Netzwerk aus Caritas Arnsberg, Caritas Meschede, Caritas Brilon, AKIS und Lebenshilfe NRW berät und unterstützt seit kurzem Menschen mit Behinderung, ihre Angehörigen und Freunde im Hochsauerlandkreis (HSK) mittels der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ (EuTB). Ziel ist es, Menschen mit Behinderung mehr Eigenverantwortung und Selbstbestimmung für eine individuelle Lebensplanung und Gestaltung zu ermöglichen.

Die EuTB ist ein Angebot, das nach zähem Ringen durch das Bundesteilhabegesetz neu geschaffen und von der Selbsthilfe seit Jahren gefordert wurde. Die Beratung umfasst verschiedene Teilhabebeeinträchtigungen und Themen der Sozialgesetzgebung. In der ersten Phase ermitteln die Teilhabeberater nun, welche Angebote es in der Region gibt. Dabei gibt es „keine trägerpolitischen Schwerpunkte“ erklärt Christian Stockmann, Vorsitzender der Caritas Arnsberg.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Ausbau der Beratungsmethode des Peer Counseling. Hier beraten Menschen mit Behinderung andere Menschen mit Behinderung, wenn diese es wünschen. „Sie beraten aus eigenen Erfahrungen heraus und sind dabei Experten in eigener Sache“, beschreibt Teilhabeberaterin Nadine Gebauer das Verfahren, und ergänzt, „wir lernen selber auch Dinge durch die Peer-Berater viel sensibler wahrzunehmen.“

„Ich freue mich riesig auf das Projekt“, erklärt Teilhabeberater Jakob Ostermann. Es gibt die Möglichkeiten Fragen zu stellen über eine persönliche Beratung in den Beratungsbüros, telefonisch, schriftlich oder per Brief, E-Mail oder über eine Online-Plattform. „Wir kommen aber auch nach Haus zum Ratsuchenden“, sagt Teilhabeberaterin Angela Danne-Rasche. Um flexible Beratungszeiten über den Tag sicher zu stellen, gibt es feste Beratungszeiten, welche die Netzwerkpartner untereinander aufgeteilt haben.

Finanziert wird die EuTE-Stelle, wie auch die übrigen rund 400 Stellen im Bundesgebiet, durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und aus Eigenanteilen der lokalen Projektträger bis Ende 2022. Für die Beratung sind nur Personen zugelassen, die eine entsprechende Qualifikation in der Pflege oder dem sozialen Bereich verfügen oder Erfahrungen in der Beratung von Menschen mit Behinderung nachweisen können. Dazu haben die Teilhabeberater außerdem an einer EuTB-Qualifizierung teilgenommen.

Beratungsstellen:

Arnsberg:
Clemens-August-Straße 120, 59821 Arnsberg,
Telefon 02932 2012291, E-Mail arnsberg@eutb-hsk.de
Montag: 9 bis 12 Uhr
Dienstag und Mittwoch: 8 bis 12 Uhr
Donnerstag: 14 bis 18 Uhr

Brilon:
Hohlweg 8, 59929 Brilon,
Telefon 0151 16316071, E-Mail brilon@eutb-hsk.de
Montag: 8 bis 12 Uhr
Dienstag: 14 bis 18 Uhr
Mittwoch: 12 bis 16 Uhr
Donnerstag: 8 bis 12 Uhr

Meschede:
Kolpingstraße 16, 59871 Meschede
Telefon 0151 62373804, E-Mail meschede@eutb-hsk.de
Montag: 14 bis 18 Uhr
Freitag: 8 bis 12 Uhr
Samstag 10 bis 12 Uhr (nur jeden 1. Samstag im Monat)

Text & Foto: Philipp Peters, 5. Juni 2018

 
 

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